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Einem natürlichen Riegel gleich
trennt der dicht bewaldete Deister mit den südostwärts
anschließenden Höhenzügen des Kleinen Deisters, des Nesselberges
und des Osterwaldes das weite flache Land der Calenberger
Lößbörde von den von Ith, Süntel und den Bückebergen
umschlossenen Siedlungskammern. Urgeschichtliche Grabhügel und
frühgeschichtlichen Befestigungsanlagen sind die deutlichsten
Geländedenkmale aus der Ur- und Frühgeschichte.
Eine Bestandsaufnahme hat ergeben,
dass noch rund 200 der als rundliche Erdkuppen im Gelände
erkennbaren Grabhügel im Deister vorhanden sind (Abb. 1).

Abb. 1: Grabhügel an der
Bennigser Burg
Sie liegen vereinzelt, in
kleineren Gruppen oder auch in geschlossenen größeren
Hügelgräberfelder. Wir wissen nicht, wie viel andere im Laufe
der Zeit zerstört wurden. Dabei fällt auf, dass am Südwesthang
des Deisters wesentlich mehr Gräber vorhanden sind als am
Nordosthang. Die Größe der Hügelgräber ist unterschiedlich;
neben recht großen Hügeln von 10 - 20 m Durchmesser treten
kleinere mit 5 - 6 m Durchmesser und geringer Höhe auf, die nur
einem geschulten Auge erkennbar sind. Die großen Grabhügel
gehören meist der älteren Bronzezeit (etwa 1700 . 1200 v. Chr.)
an, die kleinen können auch aus der jüngeren Bronzezeit (etwa
1200 - 700 v. Chr.) oder der nachfolgenden älteren Eisenzeit
(700 bis Chr. Geb.) stammen.
Drei große frühgeschichtlichen
Wehranlagen liegen an wichtigen Punkten des Deisters: die
Bennigser Burg im Südosten, die Heisterburg und die Wirkesburg
im Nordwesten.
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