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Archäologische Denkmäler im Deister
 

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Dichter Nadelholzbestand erschwert z. Z. den Überblick über dieses Burggelände, in etwa 100 m Abstand östlich der Vorburg schließt ein geradelinig verlaufender Wall den befestigten Platz ab. Südlich des Kernwerkes erstreckt sich in Ost-West-Richtung ein ca. 230 m langer Wall mit Graben, dessen Bedeutung noch nicht geklärt ist: er könnte zur Sicherung der Wasserversorgung der Burg gedient haben.

Im Jahre 1937 wurde die von der Haupt- zur Vorburg führende Toranlage untersucht. Sie besteht aus einer 12 - 15 m langen und 3,20 m breiten Torgasse, deren Mauern aus plattigem Kalkstein unter Verwendung von Lehm und Ton errichtet worden waren. Nach den Grabungsergebnissen war das Tor ursprünglich von einem Torturm überbaut (Abb. 3).

Abb. 3: Bennigser Burg; Tor der Hauptburg vor und nach der Ausgrabung
und Rekonstruktionsversuch

Das Fundmaterial lässt erkennen, dass die Burg im 10. Jahrhundert errichtet worden ist. Vermutlich bestanden Beziehungen zwischen der Burg und einer 969 urkundlich erwähnten Grundherrschaft in Bennigsen, wo später, im Jahre 1311, ein Rittergeschlecht von Bennekersen als Besitzer eines Adelshofes erwähnt wird. Die Burg muss aber auch mit dem mittelalterlichen Verkehrsnetz in Verbindung gebracht werden. Sie lag im Bereich zweier alter Straßen, deren eine aus dem Wesertal durch die Deisterpforte nahe der Burg über Bennigsen ins Leinetal führte. Die andere verlief als "Königsweg" über den Kamm des Deisters zur Burg und weiter in Richtung auf Bennigsen. Beide Straßen konnten von der Burg aus gut unter Kontrolle gehalten werden.


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