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Home > Publikationen Übersicht > Archäologie in Niedersachsen > Großsteingräber in Niedersachsen 

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Die Grabformen

Die Gräber wurden in der Regel aus ungearbeiteten oder nur wenig behauenen Findlingen errichtet. Zwischen den großen Steinen befand sich ein sorgfältig gesetztes Füllmauerwerk, die Grabkammern waren gepflastert.

Zur Gliederung der Großsteingräber eignen sich besonders die Grabkammern. Danach lassen sich zwei große Gruppen, die Dolmen (bretonisch = Steintisch) und die Ganggräber, unterschieden. Die kleinsten Grabkammern, die sogenannten Urdolmen, weisen keinen Zugang oder einen Einstieg an einer Schmalseite auf. Die etwas geräumigeren erweiterten Dolmen sind, wie die Großdolmen, an einer Schmalseite zugänglich. Dagegen erreicht man die Grabkammer eines Ganggrabes über den kurzen, einer Längsseite vorgesetzten Eingang. Die kleinsten Ganggräber bestehen aus zwei oder drei "Jochen", das heißt Tragsteinpaaren mit je einem darüber gelegten Deckstein. Die längste Grabkammer zählt 18 hintereinander gesetzte Joche.

5 Grabkammer mit Bodenpflaster aus Oldendorf, Kr. Lüneburg

Die Grabkammern waren ursprünglich von Erde bedeckt und mit Steinen eingefasst. Die Steineinfassung kann im Vergleich zur Kammer unverhältnismäßig groß sein. Grabanlagen mit langen Einfassungen - meistens von rechteckiger Form, im Nordwesten oval, im Nordosten auch trapezförmig - nennt man Hünenbetten. Daneben kommen runde Erdhügel vor.


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