| Die frühe Jungsteinzeit
Die ersten Ackerbauern, die
Niedersachsen besiedelten, warden in kleinen Gruppen aus dem
Südosten ein. Nach der typischen Verzierung der Tongefäße wir
ihre Kultur als Linienbandkeramik bezeichnet. Sie entwickelt
sich kontinuierlich zur Rössener und zur mehr östlich
verbreiteten Stichbandkeramik weiter.

Tongefäße und
Querbeile aus Felsgestein der Linienbandkeramik
Diese frühen
Bauern errichteten große Wohn-Speicherbauten, die in kleinen
Ansiedlungen von zwei bis vier Gehöften zusammenlagen, bauten
einfache Weizenarten wie Emmer und Einkorn, außerdem Gerste und
die Bohne an. Als Nutzvieh hielt man Rind, Schaf, Ziege und
Schwein.
Das
Siedlungsgebiet der frühen Ackerbaukulturen blieb auf die
fruchtbaren Lößböden des südlichen Niedersachsens beschränkt. In
den weniger fruchtbaren Moränengebieten des norddeutschen
Flachlandes lebten die Menschen noch weitgehend von der Jagd-
und Sammelwirtschaft.
Erste Anregungen
der neuen Wirtschaftsweise wurden jedoch bereits aufgegriffen.
Besonders an Küsten und Seen, wo reichhaltige Fischbestände und
große Muschelbänke eine relativ seßhafte Lebensweise
gestatteten, gingen die Menschen dazu über, zur Ergänzung ihrer
Ernährung kleinflächig Nutzpflanzen anzubauen. Erstmals wurden
hier auch Tongefäße hergestellt.
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