|
1392 entstand als Warthaus der "Steuerndieb".
Ein Turm wurde hier nicht gebaut, ähnlich wie man bei den
älteren Landwehrhäusern keinen Turm voraussetzten darf. Kurz vor
1461 erhielt die Bischofsholer Landwehr einen Turm, von dem aber
keine Reste mehr vorhanden sind.
Westlich der Leine an der Straße
nach Göttingen befand sich zwischen Ricklinger Stadtfriedhof und
Ricklinger Holz bei der heutigen Landwehrschenke der 1385
genannte "Bergfred to der Mortmole" (Bergfried zur Mordmühle).
Nordwestlich davon stand auf dem Lindener Berg ein
wahrscheinlich 1392 erbauter Wartturm, der später in eine
Windmühle umgewandelt wurde und von dem noch bedeutende Reste
vorhanden sind. Bei Letter vermutet man den 1387 genannten "Bergfred
to Seelze". Nordwestlich der Stadt stand Richtung Herrenhausen
der "Bergfred by dem Grottemekere Campe" und westlich der
Altstadt südlich des heutigen Friederikenstiftes der vor 1441
erbaute, um 1661 niedergelegte Rote Turm.

|