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Von den ältesten
menschlichen Kulturen der Altsteinzeit (hier ca. 200.000 bis
8.000 v. Chr.) haben sich im Kreisgebiet bisher keinerlei Spuren
gefunden. Nachgewiesen sind aus dieser Zeit lediglich
Tierknochen vom Mammut, dem wollhaarigen Nashorn sowie dem
Rentier, die eine an Kälte angepasste Tierwelt ausweisen und
damit völlig andere klimatische Verhältnisse anzeigen, wie sie
hier vorhanden sind. Die Landschaft glich damals einer baumlosen
Kältesteppe (Tundra) mit Flechten, Moosen und Krüppelhölzern, In
ihr musste der altsteinzeitliche Mensch seinen Lebenskampf
führen und sich behaupten. die Spuren seiner Tätigkeit haben die
mächtigen Kies- und Geröllablagerungen der Eiszeit unter sich
begraben, von der die Gletscher zweier Vereisungen auch den
Weserraum erreichten.
Mit der Erwärmung
des Klimas geht um ca. 8.000 v. Chr. die Eiszeit ihrem Ende
entgegen. Die großen eiszeitlichen Tiere (Mammut, Nashorn) sind
zu diesen Zeitpunkt bereits ausgestorben oder nach Norden in
kältere Regionen abgewandert, wie das Rentier. Von Süden her
beginnt sich nun eine artenreiche Pflanzenwelt, einschließlich
der Bäume, auszubreiten, gefolgt von einer wärmeliebenden
Tierwelt.
In dieser
veränderten Umwelt behält der Mensch zwar seine Lebensweise als
Sammler und Jäger bei, muss sich jetzt aber auf die Jagd anderer
Tiere spezialisieren. Kennzeichnend für dieses als Mittlere
Steinzeit (ca. 8.000 bis 3.0000 v. Chr.) benannten Zeitabschnitt
sin kleine Feuersteinspitzen (Mikrolithen), die als Bewehrung
von Pfeilen oder Harpunen verwandt wurden. Die erst vor kurzem
auf verschiedenen Höhenrücken bei Rodenberg entdeckten
Feuersteingeräte scheinen in diese Zeit zu gehören (Abb. 1).
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