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Archäologische Denkmäler im Landkreis Schaumburg
(Stand: 1984)

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Von den ältesten menschlichen Kulturen der Altsteinzeit (hier ca. 200.000 bis 8.000 v. Chr.) haben sich im Kreisgebiet bisher keinerlei Spuren gefunden. Nachgewiesen sind aus dieser Zeit lediglich Tierknochen vom Mammut, dem wollhaarigen Nashorn sowie dem Rentier, die eine an Kälte angepasste Tierwelt ausweisen und damit völlig andere klimatische Verhältnisse anzeigen, wie sie hier vorhanden sind. Die Landschaft glich damals einer baumlosen Kältesteppe (Tundra) mit Flechten, Moosen und Krüppelhölzern, In ihr musste der altsteinzeitliche Mensch seinen Lebenskampf führen und sich behaupten. die Spuren seiner Tätigkeit haben die mächtigen Kies- und Geröllablagerungen der Eiszeit unter sich begraben, von der die Gletscher zweier Vereisungen auch den Weserraum erreichten.

Mit der Erwärmung des Klimas geht um ca. 8.000 v. Chr. die Eiszeit ihrem Ende entgegen. Die großen eiszeitlichen Tiere (Mammut, Nashorn) sind zu diesen Zeitpunkt bereits ausgestorben oder nach Norden in kältere Regionen abgewandert, wie das Rentier. Von Süden her beginnt sich nun eine artenreiche Pflanzenwelt, einschließlich der Bäume, auszubreiten, gefolgt von einer wärmeliebenden Tierwelt.

In dieser veränderten Umwelt behält der Mensch zwar seine Lebensweise als Sammler und Jäger bei, muss sich jetzt aber auf die Jagd anderer Tiere spezialisieren. Kennzeichnend für dieses als Mittlere Steinzeit (ca. 8.000 bis 3.0000 v. Chr.) benannten Zeitabschnitt sin kleine Feuersteinspitzen (Mikrolithen), die als Bewehrung von Pfeilen oder Harpunen verwandt wurden. Die erst vor kurzem auf verschiedenen Höhenrücken bei Rodenberg entdeckten Feuersteingeräte scheinen in diese Zeit zu gehören (Abb. 1).
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