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Archäologische Denkmäler im Landkreis Schaumburg
(Stand: 1984)

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Mit dem Beginn der Jungsteinzeit vollzieht sich im südlichen Niedersachsen eine nahezu "revolutionäre" Veränderung in der Wirtschaftsweise, die bis heute nachwirkt. Auf den fruchtbaren Lößböden erscheint jetzt die erste Bauernkultur, die nach der Verzierung ihrer Tongefäße als Bandkeramik bezeichnet wird und sich in Frankreich (Pariser Becken), den Niederlanden, Deutschland und der Tschechoslowakei findet. Der Ausgangspunkt für diesen umwälzenden Vorgang ist der Vordere Orient, wo seit mindestens 6.000 v. Chr. voll entwickelte Bauernkulturen nachweisbar sind. Verschiedene Einzelfunde, wie Äxte, Querbeile und ein bei Stadthagen gefundenes Tongefäß, könnte4n auf die Anwesenheit der Bandkeramiker in unserem damals randlich gelegenen Bereich hinweisen. Während auf den fruchtbaren Lößböden im südlichen Niedersachsen die Bandkeramiker in dorf- oder weilerartigen Ansiedlungen mit z. T. 30-40 m langen Häusern lebten, wurde die Norddeutsche Tiefebene noch bis etwa 3.000 v. Chr. von mittelsteinzeitlichen Jägern und Sammlern bevölkert.

Durch intensive Kontakte zwischen diesen beiden unterschiedlichen Kulturbereichen bildete sich im 3. Jahrtausend v. Chr. die erste nordische Bauernkultur (Trichterbecherkultur) heraus - zu einem Zeitpunkt, als in Ägypten bereits die Pharaonen herrschten. Die Trichterbecherkultur ist in unserem Bereich durch zahlreiche Steingeräte und eine einige Tongefäße (Abb. 2) belegt. In Rohden befand sich sogar ein aus großen Steinplatten errichtetes Grab mit den Resten von 17 Skeletten.

 

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