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Mit dem Beginn der
Jungsteinzeit vollzieht sich im südlichen Niedersachsen eine
nahezu "revolutionäre" Veränderung in der Wirtschaftsweise, die
bis heute nachwirkt. Auf den fruchtbaren Lößböden erscheint
jetzt die erste Bauernkultur, die nach der Verzierung ihrer
Tongefäße als Bandkeramik bezeichnet wird und sich in Frankreich
(Pariser Becken), den Niederlanden, Deutschland und der
Tschechoslowakei findet. Der Ausgangspunkt für diesen
umwälzenden Vorgang ist der Vordere Orient, wo seit mindestens
6.000 v. Chr. voll entwickelte Bauernkulturen nachweisbar sind.
Verschiedene Einzelfunde, wie Äxte, Querbeile und ein bei
Stadthagen gefundenes Tongefäß, könnte4n auf die Anwesenheit der
Bandkeramiker in unserem damals randlich gelegenen Bereich
hinweisen. Während auf den fruchtbaren Lößböden im südlichen
Niedersachsen die Bandkeramiker in dorf- oder weilerartigen
Ansiedlungen mit z. T. 30-40 m langen Häusern lebten, wurde die
Norddeutsche Tiefebene noch bis etwa 3.000 v. Chr. von
mittelsteinzeitlichen Jägern und Sammlern bevölkert.
Durch intensive
Kontakte zwischen diesen beiden unterschiedlichen
Kulturbereichen bildete sich im 3. Jahrtausend v. Chr. die erste
nordische Bauernkultur (Trichterbecherkultur) heraus - zu einem
Zeitpunkt, als in Ägypten bereits die Pharaonen herrschten. Die
Trichterbecherkultur ist in unserem Bereich durch zahlreiche
Steingeräte und eine einige Tongefäße (Abb. 2) belegt. In Rohden
befand sich sogar ein aus großen Steinplatten errichtetes Grab
mit den Resten von 17 Skeletten.

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