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Archäologische Denkmäler im Landkreis Schaumburg
(Stand: 1984)

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Von all diesen Ereignissen blieb der Norden fast unberührt. Dies änderte sich schlagartig, als die Römer unter Cäsar die Kelten besiegte und bei ihrem weitern Vorstoß auf die germanischen Völkerschaften trafen. Beim Versuch der Römer, die Reichsgrenze bis an die Elbe vorzutragen, mussten sie unter Varus (9 n. Chr.)  eine Niederlage durch die verbündeten germanischen Stämme hinnehmen. Die Brandgräberfelder von Rinteln und Möllenbeck belegen, dass in unserem Bereich Germanen lebten, die dann später in dem großen Stammesverband der Sachsen aufgingen. Mit ihnen geriet der Frankenkönig Karl der Große in einen Jahrzehnte währenden Kampf (772 - 804).

In diese Zeit könnte der Ursprung der Heisterburg (Titelbild; Karte: 6) fallen, die vielleicht den Sachsen als Fluchtburg diente. 782 wurde ein fränkisches Heer von den Sachsen im Süntel vernichtet. Dennoch wurden die Sachsen bezwungen, dem fränkischen Reich eingegliedert und christianisiert. Aus den Grafen, die Karl d. Große zur Verwaltung seines Reiches einsetzte, entwickelten sich z. T. mächtige Adelsgeschlechter, die um Land und Macht rangen und zahlreiche Burgen bauten.

In unserem Bereich vollzog sich im 12. Jahrhundert der Kampf der Grafen von Schaumburg gegen die Grafen von Roden, in dem die ersteren siegten. Die Burgruinen oder -plätze von Todemann, Hohenrode und der Osterburg sind beredte Zeugen dieser Zeit (Abb. 6; Karte: 3, 7, 9, 12).

 

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