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Von all diesen
Ereignissen blieb der Norden fast unberührt. Dies änderte sich
schlagartig, als die Römer unter Cäsar die Kelten besiegte und
bei ihrem weitern Vorstoß auf die germanischen Völkerschaften
trafen. Beim Versuch der Römer, die Reichsgrenze bis an die Elbe
vorzutragen, mussten sie unter Varus (9 n. Chr.) eine
Niederlage durch die verbündeten germanischen Stämme hinnehmen.
Die Brandgräberfelder von Rinteln und Möllenbeck belegen, dass
in unserem Bereich Germanen lebten, die dann später in dem
großen Stammesverband der Sachsen aufgingen. Mit ihnen geriet
der Frankenkönig Karl der Große in einen Jahrzehnte währenden
Kampf (772 - 804).
In diese Zeit
könnte der Ursprung der Heisterburg (Titelbild;
Karte:
6) fallen,
die vielleicht den Sachsen als Fluchtburg diente. 782 wurde ein
fränkisches Heer von den Sachsen im Süntel vernichtet. Dennoch
wurden die Sachsen bezwungen, dem fränkischen Reich
eingegliedert und christianisiert. Aus den Grafen, die Karl d.
Große zur Verwaltung seines Reiches einsetzte, entwickelten sich
z. T. mächtige Adelsgeschlechter, die um Land und Macht rangen
und zahlreiche Burgen bauten.
In unserem Bereich
vollzog sich im 12. Jahrhundert der Kampf der Grafen von
Schaumburg gegen die Grafen von Roden, in dem die ersteren
siegten. Die Burgruinen oder -plätze von Todemann, Hohenrode und
der Osterburg sind beredte Zeugen dieser Zeit (Abb. 6;
Karte: 3, 7, 9, 12).

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