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Als Beispiel
aus der kommunalen Archäologie sollen die Ausgrabungen einer
linienbandkeramischen Siedlung am Fachmarktzentrum in Göttingen und
deren vertragliche Absicherung im Folgenden dargestellt werden. Es
soll dabei vorausgeschickt werden, dass in diesem Fall der Umfang der
Maßnahme wie auch die Qualität der Befunde nicht den
denkmalpflegerischen Alltag darstellen.
Im Göttinger
Ortsteil Grone wurden 1995 routinemäßig Straßenbauarbeiten für den
Neubau einer Umgehungsstraße archäologisch begleitet. Bei Oberflächenbegehungen
waren bereits in der Vergangenheit auf den unter Acker gelegenen Flächen
jungsteinzeitliche (Keramik-) Funde gemacht worden. Dunkle Verfärbungen
in der abgeschobenen Straßentrasse zeigten schnell, das sich hier
umfangreiche Reste einer ehemaligen bandkeramischen Siedlung erhalten
hatten (Abb.1). Aus den Verfärbungen von runden Pfosten ließen
sich die Grundrisse ganzer Langhäuser dieser ersten sesshaften Bauern
rekonstruieren (Abb.2). Die große Überraschung waren
allerdings drei Bestattungen, deren Knochen sich trotz der 7000-jährigen
Lagerung im Boden durch günstige Untergrundbedingungen erhalten
hatten. Die Befunde lösten eine knapp 3-monatige Grabung aus.

Abb. 1
Von den ehemaligen Pfosten und Gruben zeigen sich zunächst nur dunkle
Verfärbungen der Erde

Abb. 2
Grundriss eines bandkeramischen Langhauses von der Feuerwehrleiter
aus.

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