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Die Kunde N. F. 50, 1999, S. 223-230.
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Keulenfragmente aus den linearbandkeramischen Siedlungen von Rössing, Ldkr. Hildesheim und Hohnstedt, Ldkr. Northeim


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Von Ulrike Weller, Niedersächsisches Landesmuseum, Urgeschichts-Abteilung

In linearbandkeramischen Siedlungen und Gräbern treten immer wieder Steinartefakte auf, die als Keulen bezeichnet werden. Hierbei wird unterschieden zwischen Geröll- und Scheibenkeulen. Die Geröllkeulen wurden aus einem Geröll hergestellt, das nur durchbohrt, ansonsten aber nicht weiter überarbeitet wurde. Die Scheibenkeulen sind dagegen mehr oder weniger sorgfältig überschliffen. Sie sind im Gegensatz zu den annähernd kugeligen Geröllkeulen wesentlich flacher. Beide Keulenformen treten nur selten, meist in fragmentierten Einzelstücken auf. Aus diesem Grund entfällt oft eine ausführliche Beschreibung der Stücke. Hier sollen zwei Keulen exemplarisch vorgestellt werden, die im Rahmen einer Dissertation über die Steinartefakte der Linearbandkeramik im Gebiet zwischen Hannover und Northeim gemeinsam mit mehreren anderen Keulen aufgenommen wurden. Es handelt sich zum einen um eine Geröllkeule (Abb. 1) aus der Siedlung von Rössing, Gde. Nordstemmen, Ldkr. Hildesheim, zum anderen um eine Scheibenkeule (Abb. 2) aus der Siedlung von Hohnstedt, Gde. Stadt Northeim, Ldkr. Northein.

Geröllkeule

Scheibenkeule

Abb.1
Rössing, Gde. Nordstemmen,
Ldkr. Hildesheim
Geröllkeule

Abb. 2
Hohnstedt, Gde. Stadt Northeim,
Ldkr. Northeim
Scheibenkeule