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Ich glaube ja nicht, daß es sich
bei diesem Mantel um ein willkürliches Tuchstück handelt,
sondern daß das Material und die Ausmaße ausprobiert sind
und daß das Kleidungsstück dem Träger in dieser Form große
Vorteile gegeben haben muss.
Die Konservierung der Decken
von Hunteburg war so überraschen gut ausgefallen, daß das
Stück mir erlaubte, einmal praktische Versich über die
Anwendung als Mantel vorzunehmen. In der Abbildung 1

ist die
rechteckige Form von 2,60 m Länge und 1,80 m Breite
wiedergeben. Die Ausmaße sind so außergewöhnlich, daß die
Decke weder in der Höhe noch quer genommen als Umhang
befriedigende Anwendung finden kann. Einleuchtend wurden die
Versuche erst, nachdem das Längemaß durch Doppellegen des
Tuches auf 1,30 m reduziert wurde.
Die
Richtigkeit dieser Maßnahme fand sofort eine Bestätigung
dadurch, daß vorhandene antike Stopfstellen, ausgeführt mit
helleren Wollfäden im Gewebe, gerade an diesen Stellen
zusammentrafen, wo einst die Fibel ihren Sitz hatte. Diese
Stopfstellen bestätigen einmal, daß das Umlegen des Mantels
immer nach gleicher Länge des Tuches vorgenommen wurde, und
zum anderen, daß wir in den Decken von Hunteburg den
ärmellosen Mantel der Eisenzeit vor uns haben.
In dem nun
Folgenden sollen die Vorteile eines solchen Kleidungsstückes
ermittelt werden. In Abb. 2 sehen wir wieder die Decke in
doppelter Lage, und zwar mit Nadeln dort gehalten, wo die
Fibel nach Umlegen den Mantel an der rechten Schulter
schließen würde. Mit dieser Zeichnung ist somit
widergegeben, daß für den Halsumfang nur gut ein Drittel der
vorhandenen Stoffbreite benötigt wird. Die überstehenden
Seiten fallen herunter und zeigen einen Faltenfall in ein
Form, die immer wieder auftritt.

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