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| Auch im Spätneolithikum reichte der Einfluss von auswärtigen
Kulturen bis nach Niedersachsen hinein. Die Schönfelder Gruppe, die
vor allem im Mittelelbegebiet heimisch war, ist bis in das
nordöstliche Niedersachsen spürbar. Am Ende der Jungsteinzeit
machten sich in Niedersachsen die Glockenbecherleute bemerkbar, die
hauptsächlich im Südwesten auf der Pyrenäenhalbinsel lebten. Sie
waren mit Pfeil, Bogen und Doch bewaffnet. Da die Dolche nicht
selten aus Kupfer sind, leiten sie schon auf die nun folgenden
Metallzeiten über. |
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Die Teilrekonstuktion des "Hauses
von Schwiegershausen" soll stellvertretend wichtige Baudetails
linienbandkeramischer Häuser nachvollziehen. Grundlage war ein ca.
30 m langes Haus einer Siedlung aus mehreren Wohneinheiten, das um 5
200 v. Chr. abgebrannt sein muss. Offensichtlich gliederte es sich
in drei Teile, die aufgrund ihrer Nutzung unterschieden werden
können. Auf der südöstlichen Schmalseite führte ein Eingang in
den Speicherraum, im mittleren Teil werden mehrere Feuerstellen
vermutet, der Wohnbereich muss sich im Nordwesten angeschlossen
haben. |
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Das "Männergrab von
Göttingen-Grone" stammt aus der gleichen Zeitperiode.
Bandkeramische Gräber sind im Gegensatz zu den Siedlungen selten
geborgen worden. Meist befanden sie sich abseits von diesen. Daher
ist der Fundplatz von Göttingen-Grone in zweifacher Hinsicht
bemerkenswert: Es wurden 18 Bestattungen nachgewiesen, die zudem
innerhalb einer Siedlung angelegt worden sind. Grundrisse von 32
Häusern dieser Siedlung konnten ergraben werden. Ausgestellt ist
das Grab eines ca. 50 Jahre alten, 161 cm großen Mannes, der den
Sitten seiner Zeit entsprechend mit vor der Brust angewinkelten
Armen und angezogenen Beinen auf der linken Körperseite ruhte. Der
Kopf lag im Osten, der Blick war nach Süden gerichtet. Als Beigaben
hatte man ihm einen kleinen Topf, ein flaches Querbeil und zehn
Feuersteinklingen mitgegeben. |
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Felssteingeräte
(Frühneolithikum)
Fundort: Hannover und Umgebung |
| Der "Moorweg vom Campemoor am
Dümmersee" gehört zu rund 6 500 Jahre alten Verkehrswegen,
von denen die Teilrekonstruktion des ältesten Moorweges gezeigt
wird; er überbrückte einmal eine feuchte Niederung mit Bruchwald.
Seine Einrichtung erforderte Hunderte von gefällten und entasteten
Birken und Kiefern, die in drei Lagen übereinander gelegt wurden.
Ein Wegdriften im Moor verhinderten Birkenpflöcke im Untergrund. In
den folgenden 600 Jahren baute man an dieser Stelle noch zweimal
Pfahlwege. |
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Die Teilrekonstruktion eines
"Großsteingrabes von Oldendorf" (Ldkr. Lüneburg)
verdeutlicht die Monumentalität und die sorgfältige Bauweise der
mittelneolithischen Großsteingräber. Die fünf Decksteine der
insgesamt fünf Joche sind verloren. Jeweils ein Findling schließt
das Grab an den Schmalseiten ab. Der Zugang zwischen dem ersten und
zweiten Wandstein weist einen Tritt- und Schwellenstein auf. Die
Räume zwischen den Findlingen sind mit sorgfältig gesetztem
Trockenmauerwerk ausgefüllt, das sich zum Teil sogar noch erhalten
hat. Die 80 m lange und 6,5 m breite Aufschüttung über der
Grabkammer war ehemals mit 108 Findlingen eingefasst. Das
Kollektivgrab wurde nicht nur von den Trichterbecherleuten genutzt,
von denen sechs Tote nachzuweisen sind. Nach ihnen haben auch die
Menschen der Kugelamphoren-Kultur, die in ihren Randgebieten noch
Niedersachsen erreicht, zwei Begräbnisse vorgenommen. Sogar die
Einzelgrabkultur bestattete noch acht Tote in diesem Großsteingrab.

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