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Home > Publikationen > Berichte > Rundgang > Die Altsachsen

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Die Altsachsen
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Den Namen der Sachsen überliefert um 150 n. Chr. der alexandrinische Geograph Ptolemäus (ca. 85 - 160 n. Chr.) in seiner Erdbeschreibung für den Stamm, der nördlich der Elbe "bis an die Landenge der kimbrischen Halbinsel" siedelte. Im frühen 3. Jh. wurde das Stammesgebiet über die untere Elbe hinweg nach Süden und Westen ausgedehnt. Hinweise auf kriegerische Auseinadersetzungen fehlen, daher werden sich wohl die dort siedelnden Stämme dem Stammesbund der Sachsen friedlich angeschlossen haben. Im 4. und 5. Jh. breiteten sich die Sachsen vor allem in Richtung Niederrhein zu den dort siedelnden Franken aus. In diesem Falle kam es wohl auch zur Anwendung von Gewalt. 
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Fibel aus Bronze

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Gleicharmige Fibel aus Bronze, auf der Schauseite vergoldet
(5. Jh. n. Chr.)
Fundort: Anderlingen, Ldkr. Rotenburg/Wümme

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Seit der Mitte des 3. Jh. wurde das römische Reich immer wieder von Einfällen germanischer Stämme heimgesucht. Auch die Sachsen waren daran beteiligt. Gegen ihre Plünderungen der nordgallischen Küstenregionen mussten die Römer den Litus Saxonicum, ein Verteidigungssystem an der britischen und gallischen Kanalküste, errichten. Den ständigen germanischen Angriffen setzten die Römer schließlich eine Neuorganisation ihres Militärbündnisses entgegen. Sie machten sich ihre Feinde zu Verbündeten, warben im großen Umfang germanische Söldner - darunter auch Sachsen - und siedelten ganze Stämme in den Grenzregionen, wie zum Beispiel in weiten Teilen Nordgalliens, als Puffer an. Durch sogenannte "Foederatenverträge" wurden sie zu römischen Verbündeten. Im 4. und frühen 5. Jh. waren Sachsen und Angeln vor allem auf der britischen Insel Söldner in römischen Diensten. 
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Nach dem endgültigen Ende römischer Herrschaft in Britannien siedelten sich schon gelegentlich weitere Angeln und Sachsen an. Nach dem Zusammenbruch der römischen Verwaltung um die Mitte des 5. Jh. strömten so viele Angeln, Sachsen und Jüten nach England, dass es in den küstennahen Gebieten auf dem Kontinent deutlich zu einer Siedlungsausdünnung kam. Noch der englische Mönch Beda (gest. 735) hatte sich die Erinnerung an die festländischen Verwandten bewahrt, die er im Gegensatz zu den Angelsachsen auf der britischen Insel als Altsachsen bezeichnete. Die christlichen Angelsachsen fühlten sogar eine Verpflichtung in sich, ihre heidnischen Verwandten zu missionieren. So ist die einzige Quelle, die etwas über die sozialen Strukturen in der altsächsischen Verfassung berichtet, die des angelsächsischen Missionars Lebuin (gest. um 780). Nur bedingt kann sie auf archäologische Zeugnisse oder frühere Zeiten übertragen werden.