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Sachsen,
Friesen, Slawen -
Niedersachsens frühe Geschichte vom 8. bis zum
12. Jh. |
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Im 8. Jh. reichte das Stammesgebiet der
Sachsen bis an die Werra und Unstrut und schloss auch die Altmark
und Westfalen ein. An der Küste bis nach Nordfriesland lebten die
Friesen, die Slawen drangen seit dem 8. Jh. über die Elbe an der
Jeetzel entlang bis fast zur Ilmenau vor (Hannoversches Wendland)
und bewohnten den Nordosten des heutigen Niedersachsen. Der
angelsächsische Missionar Lebuin (gest. um 790) überliefert, dass
sich das sächsische Gebiet in 70 bis 80 Siedlungseinheiten, die
Gaue, gliederte. Die Vorsteher der Gaue, je zwölf gewählte
Vertreter der Edlen, der Freien und der Unfreien (Laten) trafen sich
einmal im Jahr zu einer allgemeinen Beratung über Recht, Krieg und
Frieden "im mittleren Sachsen am Flusse Weser und an einem
Marklo benannten Ort". Damit waren die Sachsen einer der
wenigen germanischen Stämme, der sich weder auf ehemals römischem
Reichsboden befand noch in das Frankenreich eingegliedert worden
war. Somit gibt es bis zu diesem Zeitpunkt noch keine sächsischen
Schriftquellen und auch einige andere Lebensbereiche, wie die
Religion, die Verwaltung oder die gesellschaftliche Gliederung
werden sich von den germanischen Stämmen unter fränkischer
Herrschaft unterschieden haben. Vor diesem Hintergrund wird
deutlich, dass die geschichtliche Entwicklung der folgenden
Jahrhunderte die Grundlage für unsere Gegenwart bildet. |
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Nach dem Untergang des fränkischen
Merowingerreiches und der Entstehung des Karolingerreiches war es
Karl der Große, der wohl aufgrund von ständigen Streitigkeiten an
den offenen Grenzen zwischen Franken und Sachsen und aus religiösen
Gründen nach den vergeblichen Versuchen der Merowinger beschloss,
die Sachsen endlich dem fränkischen Reich einzuverleiben. Die
Sachsenkriege gehören zu den härtesten und langwierigsten
Auseinandersetzungen, die Karl der Große führte. Sie zogen sich
über rund 30 Jahre hin (772-804) und verliefen in Etappen. Unter
diesen sind das Blutbad von Verden 782, bei dem angeblich Tausende
von Sachsen hingerichtet worden sind, und die Kapitulation und Taufe
Widukinds 785 zu nennen. Erst 804 jedoch konnten die nördlichen und
nordöstlichen Stammesgebiete der Sachsen durch Umsiedlung der
Aufständischen und durch ein Bündnis zwischen Franken und Slawen
als erobert gelten. |
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Schwerter und Lanzenspitze
(aus einem Friedhof des 7. bis 9. Jh. n. Chr.)
Fundort: Anderten, Stadt Hannover

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