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Der "Taufstein aus dem
Mariensteiner Kloster", um 1170/1190 geschaffen, ist nur noch
fragmentarisch erhalten. Sein oberer Teil ist durch eine Borte mit
pflanzlichem Rankenornament verziert, während die Verzierung des
unteren Teiles aus verschlungenen Ranken und dazwischen gestreuten
Menschen- und Tierdarstellungen besteht. Die Ausgestaltung der
Ranken verrät offensichtlich englischen Einfluss, in den
eingeflochtenen Menschen- und Tierdarstellungen meint man
skandinavische Traditionen zu erkennen. |
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Blick auf das die Schausammlung der
Urgeschichts-Abteilung abschließende
Foto der Weltkarte von Ebstorf in Originalgröße (Höhe 356cm,
Breite 358 cm)
und auf den Taufstein aus dem Kloster Marienstein bei Northeim
(Cuppa: Höhe 42 cm, Durchmesser 100 cm)
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Die "Weltkarte von Ebstorf"
ist nach neuesten Untersuchungen um 1300 im Kloster Ebstorf selbst
entstanden und diente den Nonnen zur Belehrung und Anschauung, bis
sie vielleicht im Zuge der Reformation und der Umwandlung des
Benediktinerinnenklosters in ein adeliges Damenstift um 1555
zusammengerollt in einem Abstellraum verschwand. Nach ihrer
Auffindung um 1830 kam sie nach Hannover und verbrannte hier bei
einem Bombenangriff im Oktober 1943. Nach dem Zweiten Weltkrieg
wurden nach guten Fotos mehrere Nachbildungen in Originalgröße
angefertigt, eine davon ist in der Ausstellung zu sehen. Diese
größte mittelalterliche Weltkarte gibt das Weltbild ihrer Zeit
wieder und "zitiert" dabei mehr als 27 Quellen von der
großen Reichskarte des Kaisers Augustus bis zu theologischen
Abhandlungen des Mittelalters. In ihrer Art ist sie eine
Weltchronik, eine Sammlung von Legenden und Sagen, ein geografischer
Atlas, eine Tierfibel und noch vieles mehr, vor allem aber ein
Glaubensbuch mit der Bibel und der christlichen Heilslehre als
Zentrum. Mit der Ebstorfer Weltkarte wird das gegenüber den
vorherigen heidnischen Zeiten grundlegend geänderte Weltbild des
christlichen Mittelalters weithin sichtbar. Gleichzeitig leitet sie
mit dem Taufstein aus dem Kloster Marienstein über zu den Schätzen
mittelalterlicher Kunst in der Landesgalerie.

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