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Im Frühjahr 1949 fand der
technische Angestellte des Helms-Museums in Hamburg-Harburg,
W. Rüland, bei der Aufnahme der urgeschichtlichen Denkmäler
in der Südostecke des Grauener Bauernholzes in der Feldmark
Rade eine regelmäßige Steinsetzung, die ein in den Boden
eingetiefte kleine Steinkammer vermuten ließ.
Eine Untersuchung der
Fundstelle bestätigte die Vermutung. Bei der Abdeckung einer
dünnen Humusschicht wurde in der Umgebung der aus dem Boden
ragenden Tragsteine der kleinen Steinkammer eine
Rollsteinpackung von 6 Metern Durchmesser gefunden. Die
Kammer unterschied sich in der Größe wesentlich von denen
unserer Großsteingräber, die am Ende der Jungsteinzeit
wieder als Einzelgrab in die Erscheinung tritt.
Die Rollsteinpackung
bildete den Mantel für die Steinkiste. Die meisten Steine
befanden sich nicht mehr in ursprünglicher Lagerung. Sie
sind bei der Entfernung der Decksteine beiseite geworfen
worden (Abb. 1).

Abb. 1.
Rade-Mienenbüttel, Kr. Harburg. Gesamtplan.
Die Steinkiste mit der Geröllpackung.
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