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Archäologie -
 nostalgisch (?)

 

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Die Kunde Neue Folge 2 Heft 4 - Jahrgang 1951

Eine Steinkiste in der Feldmark Rade im Kreise Harburg

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- 2 -

Die von Nordwesten nach Südosten ausgerichtete Steinkiste war nicht mehr vollständig (Abb. 2).


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Abb. 2. Rade-Mienenbüttel, Kr. Harburg. Plan der Kiste mit den Funden.
1. Schale aus Ton, 2. Feuersteinbeil, 3. Klinge aus Feuerstein,
4.-8. Bernsteinperlen

Sie hatte nicht nur die Decksteine eingebüßt, sondern in der nach Südwesten gerichteten Langseite fehlte auch der mittlere Tragstein. Er lag neben dem Grab. Nachdem die Steinschläger ein Stück abgespalten hatten, stellte es sich wohl heraus, daß der Stein nicht tauglich war, und das Zerstörungswerk wurde eingestellt. Beim Ausgraben des Steines wurde natürlich auch die angrenzende Steinpflasterung des Bodens beschädigt. Bis auf diese geringe Störung war der Inhalt der Kiste unversehrt. Sie war bis zur Höhe des gewachsenen Bodens mit lehmigem Sand angefüllt, wie er in der Umgebung ansteht.

Bis zu einer Tiefe von 10 cm unter der Oberfläche hatte die Füllerde eine gleichmäßige Beschaffenheit und unterschied sich nicht von dem in der Umgebung anstehenden Boden. Unter dieser Schicht kam hellbrauner Sand mit hellen und dunklen Flecken. Er enthielt sehr viele absichtlich zerschlagene Feuersteinstücke, von denen eine Anzahl gebrannt war. Die Füllerde der Kiste war stellenweise hart wie eine festgestampfte Tenne. Manchmal hatte man den Eindruck, als ob die Erde eingeschlämmt war. Außer dem absichtlich zerschlagenen Feuerstein wurden bei der Untersuchung 133 Feursteinabschläge und Feuersteinspäne gefunden, wie sie auf unseren jungsteinzeitlichen Siedlungsplätzen vorkommen.