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Die von
Nordwesten nach Südosten ausgerichtete Steinkiste war nicht
mehr vollständig (Abb. 2).

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Abb. 2. Rade-Mienenbüttel, Kr.
Harburg. Plan der Kiste mit den Funden.
1. Schale aus Ton, 2. Feuersteinbeil, 3. Klinge aus
Feuerstein,
4.-8. Bernsteinperlen
Sie hatte
nicht nur die Decksteine eingebüßt, sondern in der nach
Südwesten gerichteten Langseite fehlte auch der mittlere
Tragstein. Er lag neben dem Grab. Nachdem die Steinschläger
ein Stück abgespalten hatten, stellte es sich wohl heraus, daß der Stein nicht tauglich war, und das Zerstörungswerk
wurde eingestellt. Beim Ausgraben des Steines wurde
natürlich auch die angrenzende Steinpflasterung des Bodens
beschädigt. Bis auf diese geringe Störung war der Inhalt der
Kiste unversehrt. Sie war bis zur Höhe des gewachsenen
Bodens mit lehmigem Sand angefüllt, wie er in der Umgebung
ansteht.
Bis zu einer
Tiefe von 10 cm unter der Oberfläche hatte die Füllerde eine
gleichmäßige Beschaffenheit und unterschied sich nicht von
dem in der Umgebung anstehenden Boden. Unter dieser
Schicht kam hellbrauner Sand mit hellen und dunklen
Flecken. Er enthielt sehr viele absichtlich zerschlagene
Feuersteinstücke, von denen eine Anzahl gebrannt war. Die
Füllerde der Kiste war stellenweise hart wie eine
festgestampfte Tenne. Manchmal hatte man den Eindruck, als
ob die Erde eingeschlämmt war. Außer dem absichtlich
zerschlagenen Feuerstein wurden bei der Untersuchung 133
Feursteinabschläge und Feuersteinspäne gefunden, wie sie
auf unseren jungsteinzeitlichen Siedlungsplätzen vorkommen.
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