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In dem Aufsatz "über die
symbolische Bedeutung eines Ornamentes auf den
langobardischen Gefäßen Mecklenburgs und Osthannovers"
(Zeitschrift Mecklenburg 34, Jahrg. 1993, Heft 2) weist
Prof. Jacob-Friesen darauf hin, dass "in der sonst die
Verzierungen so wenig benutzenden Keramik der vorrömischen
Eisenzeit als Symbole als Schmuck auftreten". Symbolische
Zeichen finden sich verhältnismäßig oft auf Gefäßen der Jastorf-Stufen b und c. (n. Schwantes), deren Körper durch
unregelmäßigen Kammstrich geraut wurden. Diese Ornamente
entstanden durch nachträgliches Einglätten des Musters in
die geraute Fläche, meist in Verbindung mit den fingerbreiten glatten, senkrechten Streifen, die den
Gefäßkörper in einzelne Flächen aufteilen. Leider kann man
diesen Schmuck oft sehr schlecht erkennen, da der Kammstrich
durch den Gebrauch des Gefäßes und durch die im Laufe der
Zeit wirksamen Einflüsse verwischt ist und dadurch der
Unterschied zwischen rauh und glatt aufgehoben wird (oft
sieht man die Zeichen erst bei schräg auffallendem Licht). Es ist daher notwendig, dass alle Gefäße diese Art einmal
sehr genau auf Symbole hin angesehen werden.
Bei der Materialaufnahme für
eine von Prof. Jacob-Friesen mir übergebene Arbeit habe ich
einige Zeichen beobachtet, die hier vorgelegt werden sollen.
Das in dem oben angeführten
Aufsatz behandelte "Gabelkreuz" fand sich auf einer Urne von
Billerbeck, Kr. Lüchow (Museum Lüchow Nr. 825). Es ist ein
Jastorf-b-Gefäß von brauner Farbe mit gerader Standfläche,
bauchigem, mittelständigem Körper, scharf abgesetztem,
leicht konischem Hals und trichterförmigen Rand. (Abb. 1).

Der Körper ist vom Halsansatz
bis auf eine glatte Fußzone durch Kammstich geraut und durch
eingeglättete senkrechte und einen horizontalen Streifen in
Felder eingeteilt. Zwei dieser senkrechten Streifen sind als Gabelkreuz
ausbildet.

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