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Die Kunde Jg. 8, Januar/Februar 1940 Nr. 1/2

Ein Beitrag zur Erforschung symbolischer Zeichen auf Gefäßen der frühen Eisenzeit
Von Wilhelm Kupper, Hannover

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(156 KB)

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In dem Aufsatz "über die symbolische Bedeutung eines Ornamentes auf den langobardischen Gefäßen Mecklenburgs und Osthannovers" (Zeitschrift Mecklenburg 34, Jahrg. 1993, Heft 2) weist Prof. Jacob-Friesen darauf hin, dass "in der sonst die Verzierungen so wenig benutzenden Keramik der vorrömischen Eisenzeit als Symbole als Schmuck auftreten". Symbolische Zeichen finden sich verhältnismäßig oft auf Gefäßen der Jastorf-Stufen b und c. (n. Schwantes), deren Körper durch unregelmäßigen Kammstrich geraut wurden. Diese Ornamente entstanden durch nachträgliches Einglätten des Musters in die geraute Fläche, meist in Verbindung mit den fingerbreiten glatten, senkrechten Streifen, die den Gefäßkörper in einzelne Flächen aufteilen. Leider kann man diesen Schmuck oft sehr schlecht erkennen, da der Kammstrich durch den Gebrauch des Gefäßes und durch die im Laufe der Zeit wirksamen Einflüsse verwischt ist und dadurch der Unterschied zwischen rauh und glatt aufgehoben wird (oft sieht man die Zeichen erst bei schräg auffallendem Licht). Es ist daher notwendig, dass alle Gefäße diese Art einmal sehr genau auf Symbole hin angesehen werden.

Bei der Materialaufnahme für eine von Prof. Jacob-Friesen mir übergebene Arbeit habe ich einige Zeichen beobachtet, die hier vorgelegt werden sollen.

Das in dem oben angeführten Aufsatz behandelte "Gabelkreuz" fand sich auf einer Urne von Billerbeck, Kr. Lüchow (Museum Lüchow Nr. 825). Es ist ein Jastorf-b-Gefäß von brauner Farbe mit gerader Standfläche, bauchigem, mittelständigem Körper, scharf abgesetztem, leicht konischem Hals und trichterförmigen Rand.  (Abb. 1).

Der Körper ist vom Halsansatz bis auf eine glatte Fußzone durch Kammstich geraut und durch eingeglättete senkrechte und einen horizontalen Streifen in Felder eingeteilt. Zwei dieser senkrechten Streifen sind als Gabelkreuz ausbildet.