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Eine rätselhafte Tonfigur ...
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| Ebenfalls auf
einfachste Art hergestellt und als Parallelen heranzuziehen sind acht
anthropomorphe Tonfiguren
(Abb. 5)
aus einer hallstattzeilichen Siedlungsgrube von Wiesbaden-Erbenheim in
der Flur "Kühunter" (HERRMANN, JOCKENHÖVEL 1990, 499 Abb. 378). Sie
stammen aus einer fast senkrecht eingetieften Grube und wurden zusammen
mit reichlich Keramik geborgen. Die Figuren sind 8-10 cm lang,
walzenförmig und mit Stummelärmchen und kurzen Beinen versehen sowie als
männlich oder weiblich gekennzeichnet, sie haben aber kein Gesicht. Von
der Form her sind diese Plastiken mit der Beutower und Oldenburger zu
vergleichen, ähnlich sind die Größe, die Stummelgliedmaßen und die
nachlässige Ausführung der Figuren. |

Abb. 5
Hallstattzeitliche Tonfiguren von Wiesbaden-Erbenheim |
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Abb. 6 Tonfigur
von Liebon-Zscharnitz |
Eine den
hallstattzeitlichen ganz ähnliche und zudem zeitgleiche Figur
(Abb. 6) wurde bereits in den fünfziger Jahren in
Liebon-Zscharnitz, Kreis Bautzen, in einem Urnengrab der Billendorfer
Kultur entdeckt. Sie stand östlich neben der Urne, die mit einer
Deckschale versehen war. Zwei westlich der Urne niedergelegte
Beigabengefäße, ein Krug und eine Tasse, vervollständigten das
Grabensemble (OBERHOFER 1957, 35 ff.). Der kleinsplittrige Leichenbrand
wurde seinerzeit leider nicht untersucht, so daß nur vermutet werden
kann, daß es sich um die Bestattung eines Kindes handelte. |

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