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Home > Fachbereich Archäologie > Der besondere Fund > Januar 2006

 

Der besondere Fund im Januar 2006

Das Jadeitbeil –
Der Rolls-Royce unter den Beilen der Jungsteinzeit

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Jadeitbeile sind in Niedersachsen wahre „Exoten“. Sie wurden in den italienischen Westalpen in einem Umkreis von 150 km um die Rohstoffquellen hergestellt.

Diese Beile, die bis nach Skandinavien transportiert wurden, können Längen von über 30 cm aufweisen. Solch große Beile ganz ähnlicher Form werden noch heute in Neu-Guinea hergestellt. Dort benötigen die Beilmacher allein für die Schleifarbeit bis zu 1.000 Stunden.

Geht man von einem Handwerkerlohn von 70 Euro aus, käme man für das Schleifen auf einen Preis von 70.000 Euro! Hinzu kämen weitere Kosten für den Transport des Rohmaterials, das Zurechtsägen der Blöcke und das Zuarbeiten der Rohlinge, ganz zu schweigen von den Transportkosten.

Die Form der Jadeitbeile ähnelt denen der normalen Arbeitsbeile. Allerdings wurden Jadeitbeile nicht benutzt. Gelegentlich versuchte man sie aus einheimischem, ähnlich aussehendem Material nachzuahmen. Eine antike Form der Markenfälschung.

Jadeitbeile waren reine Statussymbole. So wie der Rolls-Royce heute seinem Besitzer Prestige verleiht, tat dies vor 6.000 Jahren das Jadeitbeil.

Jadeitbeil

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Monte Viso (Italien)mit Jadeitblock im Vordergrund(Foto P. Petrequin)