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Das
Jadeitbeil –
Der Rolls-Royce unter den Beilen der Jungsteinzeit
.
Jadeitbeile sind in Niedersachsen wahre „Exoten“. Sie wurden in den
italienischen Westalpen in einem Umkreis von 150 km um die
Rohstoffquellen hergestellt.
Diese Beile, die bis nach Skandinavien transportiert
wurden, können Längen von über 30 cm aufweisen. Solch große Beile
ganz ähnlicher Form werden noch heute in Neu-Guinea hergestellt.
Dort benötigen die Beilmacher allein für die Schleifarbeit bis zu
1.000 Stunden.
Geht man von einem Handwerkerlohn von 70 Euro aus,
käme man für das Schleifen auf einen Preis von 70.000 Euro! Hinzu
kämen weitere Kosten für den Transport des Rohmaterials, das
Zurechtsägen der Blöcke und das Zuarbeiten der Rohlinge, ganz zu
schweigen von den Transportkosten.
Die
Form der Jadeitbeile ähnelt denen der normalen Arbeitsbeile.
Allerdings wurden Jadeitbeile nicht benutzt. Gelegentlich versuchte
man sie aus einheimischem, ähnlich
aussehendem Material nachzuahmen. Eine antike Form der
Markenfälschung.
Jadeitbeile waren reine Statussymbole. So wie der
Rolls-Royce heute seinem Besitzer Prestige verleiht, tat dies vor
6.000 Jahren das Jadeitbeil.
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Monte Viso (Italien)mit
Jadeitblock im Vordergrund(Foto P. Petrequin)
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