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Gesichtsurnen aus
Rotenburg a. d. Wümme (links) und Twistenbostel, Ldkr. Bremervörde
(rechts).
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Töpfe zeigen Gesicht!
In der Eisenzeit, im 4.-8. Jh. v. Chr., wurden in Europas vielerorts
Tongefäße mit menschlichen Gesichtern als Graburnen verwendet.
In Polen stellen die Gesichtsurnen vollständige Menschen dar. In die
Gefäßoberfläche sind Schmuck, Waffen, Wagen und Tiere eingeritzt.
Einige Gesichtsurnen sind sogar mit echtem Schmuck versehen. Die
Verzierungen zeigen, ob es sich bei der bestatteten Person um einen
Mann oder eine Frau handelt.
Bei Gesichtsurnen aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen ist das
Gefäß als Kopf gestaltet. Der Henkel bildet die Nase. Zwei
bogenförmige Wülste deuten die Augenbrauen an.
Bestimmte Gefäßformen wurden für Männer, andere für Frauen als
Behälter für den Leichenbrand bevorzugt. Die Form der Gesichtsurne
aus Rotenburg ist typisch für Männergräber. Die Striche beiderseits
der „Henkelnase“ sind eindeutig der Schnauzbart eines Mannes – oder?
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