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Der besondere Fund im Juli 2006

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Gesichtsurnen aus Rotenburg a. d. Wümme (links) und Twistenbostel, Ldkr. Bremervörde (rechts).

Gesichtsurnen aus Rotenburg a. d. Wümme (links) und Twistenbostel, Ldkr. Bremervörde (rechts).
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Töpfe zeigen Gesicht!

In der Eisenzeit, im 4.-8. Jh. v. Chr., wurden in Europas vielerorts Tongefäße mit menschlichen Gesichtern als Graburnen verwendet.

In Polen stellen die Gesichtsurnen vollständige Menschen dar. In die Gefäßoberfläche sind Schmuck, Waffen, Wagen und Tiere eingeritzt. Einige Gesichtsurnen sind sogar mit echtem Schmuck versehen. Die Verzierungen zeigen, ob es sich bei der bestatteten Person um einen Mann oder eine Frau handelt.

Bei Gesichtsurnen aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen ist das Gefäß als Kopf gestaltet. Der Henkel bildet die Nase. Zwei bogenförmige Wülste deuten die Augenbrauen an.

Bestimmte Gefäßformen wurden für Männer, andere für Frauen als Behälter für den Leichenbrand bevorzugt. Die Form der Gesichtsurne aus Rotenburg ist typisch für Männergräber. Die Striche beiderseits der „Henkelnase“ sind eindeutig der Schnauzbart eines Mannes – oder?