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Keltisches Gold vom Steinhuder Meer?
Die ältesten Münzfunde auf niedersächsischem Gebiet sind keltischer
Herkunft und stammen aus dem letzten vorchristlichen Jahrtausend.
Bis heute sind sieben Exemplare bekannt. Zusammen mit anderen
keltischen Produkten zeugen sie von einem Ideen- und Warenaustausch
zwischen Germanen und Kelten.
Ein besonderer Typ der keltischen Münzen sind die so genannten
„Regenbogenschüsselchen“ aus dem 1. Jahrhundert vor Christus. Der
Name dieser wie ein Schüsselchen geformten Goldmünzen geht auf einen
alten Volksglauben zurück: man glaubte, dass dort, wo ein Regenbogen
die Erde berührt, im Boden goldene Schüsselchen entstehen!
1936 haben die Museen in Hannover und Münster keltische Münzen
angekauft, darunter das hier gezeigte „Regenbogenschüsselchen“. Als
Fundort galt damals der Ort Mardorf am Steinhuder Meer. Leider hat
sich 1976 herausgestellt, dass man einem Irrtum aufgesessen war: die
Stücke stammen nämlich aus einem Schatzfund, den man bei Mardorf in
Hessen gefunden hat. Von unserem keltischen Goldstück als
niedersächsischem Fund mussten wir uns also leider verabschieden.
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Regenbogenschüsselchen aus Mardorf, Hessen; Vorderseite

Rückseite |