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Home > Fachbereich Archäologie > Der besondere Fund > August 2006

 

Der besondere Fund im August 2006

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Keltisches Gold vom Steinhuder Meer?

Die ältesten Münzfunde auf niedersächsischem Gebiet sind keltischer Herkunft und stammen aus dem letzten vorchristlichen Jahrtausend. Bis heute sind sieben Exemplare bekannt. Zusammen mit anderen keltischen Produkten zeugen sie von einem Ideen- und Warenaustausch zwischen Germanen und Kelten.  

Ein besonderer Typ der keltischen Münzen sind die so genannten „Regenbogenschüsselchen“ aus dem 1. Jahrhundert vor Christus. Der Name dieser wie ein Schüsselchen geformten Goldmünzen geht auf einen alten Volksglauben zurück: man glaubte, dass dort, wo ein Regenbogen die Erde berührt, im Boden goldene Schüsselchen entstehen!

1936 haben die Museen in Hannover und Münster keltische Münzen angekauft, darunter das hier gezeigte „Regenbogenschüsselchen“. Als Fundort galt damals der Ort Mardorf am Steinhuder Meer. Leider hat sich 1976 herausgestellt, dass man einem Irrtum aufgesessen war: die Stücke stammen nämlich aus einem Schatzfund, den man bei Mardorf in Hessen gefunden hat. Von unserem keltischen Goldstück als niedersächsischem Fund mussten wir uns also leider verabschieden.

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Regenbogenschüsselchen aus Mardorf, Hessen; Vorderseite

Regenbogenschüsselchen aus Mardorf, Hessen; Vorderseite

Regenbogenschüsselchen aus Mardorf, Hessen; Rückseite

Rückseite