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Doppelaxt Ellierode
Am Ende der
Jungsteinzeit - vor 5000 Jahren - gibt es auch in Niedersachsen
schon einige wenige Geräte oder Schmuckstücke aus fast reinem
Kupfer. Kupfer kommt ähnlich wie Gold und Silber in der Natur in
fast reinem Zustand vor.
Die ersten
Kupfergeräte in Europa sind aber überwiegend aus Kupferoxyden
hergestellt worden. Da Kupfer sehr leicht zu verformen ist, wurde es
in Anatolien seit dem 6. Jahrtausend zur Herstellung von Schmuck und
Waffen genutzt.
Durch dengeln wird das weiche Material
so weit gehärtet, dass es auch als Beil oder Axt sinnvoll genutzt
werden kann. Die Funde aus Niedersachsen stammen aus dem
südosteuropäischen Raum. Sie sind ein Zeichen des weit verzweigten
Handels am Ende der Jungsteinzeit.
Eine Schaftlochaxt
aus Müsleringen hat eindeutige Parallelen im kaukasischen Gebiet.
Ein Flachbeil aus Oberrode erinnert an das Beil von Ötzi, dem
bekanntesten Vertreter der Übergangszeit zwischen Stein- und
Bronzezeit. Die Doppelaxt aus Ellierode findet ihre Vergleichsfunde
am ehesten im mykenischen Bereich.
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