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Der besondere Fund im Oktober 2006

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Doppelaxt Ellierode

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Doppelaxt Ellierode

Am Ende der Jungsteinzeit - vor 5000 Jahren - gibt es auch in Niedersachsen schon einige wenige Geräte oder Schmuckstücke aus fast reinem Kupfer. Kupfer kommt ähnlich wie Gold und Silber in der Natur in fast reinem Zustand vor.

Die ersten Kupfergeräte in Europa sind aber überwiegend aus Kupferoxyden hergestellt worden. Da Kupfer sehr leicht zu verformen ist, wurde es in Anatolien seit dem 6. Jahrtausend zur Herstellung von Schmuck und Waffen genutzt.

Durch dengeln wird das weiche Material so weit gehärtet, dass es auch als Beil oder Axt sinnvoll genutzt werden kann. Die Funde aus Niedersachsen stammen aus dem südosteuropäischen Raum. Sie sind ein Zeichen des weit verzweigten Handels am Ende der Jungsteinzeit.

Eine Schaftlochaxt aus Müsleringen hat eindeutige Parallelen im kaukasischen Gebiet. Ein Flachbeil aus Oberrode erinnert an das Beil von Ötzi, dem bekanntesten Vertreter der Übergangszeit zwischen Stein- und Bronzezeit. Die Doppelaxt aus Ellierode findet ihre Vergleichsfunde am ehesten im mykenischen Bereich.
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