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Der besondere Fund im November 2006

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Urnenbeigaben Gräberfeld von Issendorf, Ldkr. Stade

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Die Welt „en miniature“

Auf dem sächsischen Gräberfeld von Issendorf (Ldkr. Stade) wurden im 3.-6. Jahrhundert Tausende von Urnengräbern angelegt. Einige Urnen enthielten merkwürdige kleine Gerätschaften: winzige, aus Knochen geschnitzte Kämme, Messer und Scheren im Miniaturformat oder Pinzetten, kleiner als ein Ein-Cent-Stück. Man hat sie den eingeäscherten Toten mit in die Urne gelegt. Sie kommen aber keineswegs nur in Kindergräbern vor - ganz im Gegenteil, die meisten Urnen mit Miniaturbeigaben enthalten den Leichenbrand eines Erwachsenen.

Die kleinen Geräte eignen sich nicht für ihren eigentlichen Verwendungszweck. Man nimmt an, dass die Winzlinge als Symbole ihrer normalgroßen Vorbilder angefertigt worden sind. Auch im provinzial- römischen Rheinland wurden solche Miniaturgeräte gefunden. Vermutlich sprach man ihnen magische Wirkung zu. Man trug sie entweder in einer Tasche oder einem Beutel oder vielleicht auch als Schutzamulette um den Hals.