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Der besondere Fund im Januar 2007

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Übers Meer gekommen

Das Städtchen Elsfleth im Landkreis Wesermarsch war im 19. Jahrhundert eng mit der Seefahrt verbunden. Bis zu 22 Reedereien haben hier u.a. Segelschiffe für die internationale Handelsschifffahrt gebaut. Die Lage des Ortes im Mündungsgebiet der Hunte in die Weser war ein hierfür idealer Standort. Heute wissen wir, dass das Gebiet schon vor sehr langer Zeit Seefahrer und Händler angezogen haben dürfte: Archäologen vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege entdeckten unweit von Elsfleth eine Siedlung, die im 1. bis 6. und zwischen dem 9. und 12./13. Jahrhundert existierte. Unter dem Fundgut, das sie dort bislang bergen konnten, sind ungewöhnlich viele Importwaren aus verschiedenen Teilen Europas nachweisbar. Sie dürften die Siedlung per Schiff über Nordsee und Weser erreicht haben. Von dort fanden sie wohl auch ihren Weg ins Landesinnere

Zu den Funden gehört ein ganz besonderes Stück: der Dorn einer Gürtelschnalle aus dem 6. Jahrhundert. Das Stück ist aus Silber gefertigt und vergoldet. Vergleichbare Schnallen waren zwar recht weit verbreitet, aber aus Niedersachsen kennen wir bislang erst einige wenige Exemplare. Der Schnallendorn von Elsfleth ist mit einer kleinen, exquisiten Maske verziert: ein bärtiges Männergesicht schaut den Betrachter an, umrahmt von einer üppigen, langen Haartracht. Solche Darstellungen von menschlichen Gesichtern auf Gegenständen aus dem frühen Mittelalter haben hierzulande großen Seltenheitswert.

Eine Veröffentlichung des noch unpublizierten Stückes
erfolgt in Bälde!