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„Hemmoorer Eimer“ mit Reliefverzierung aus Warstade, Ldkr. Cuxhaven.
Eimerweise
Bei Grethem im
Landkreis Fallingbostel treten sie „eimerweise“ zu Tage: Überreste
von eingeäscherten Toten aus dem 2. und 3. Jahrhundert - sie wurden
in Metallgefäßen beigesetzt, sogenannten „Hemmoorer Eimern“.
Gut 150 solcher
Metallgefäße sind bis heute bekannt. Es handelt sich um Erzeugnisse
provinzialrömischer Handwerker. Sie gelangten als Handelsware oder
Beutegut zu den Germanen im norddeutschen Raum. Wo man sie
letztendlich als Urnen verwendet hat, überdauerten sie im Boden die
Zeiten. Die ersten Exemplare wurden im 19. Jahrhundert bei Hemmoor
im Landkreis Cuxhaven gefunden, daher ihr Name.
Auch einer der „Hemmoorer
Eimer“ von Grethem wurde schon 1843 entdeckt. Der Historische Verein
für Niedersachsen hat ihn 1835 für unser Haus angekauft. Rund 130
Jahre später wurde man bei Grethem erneut fündig: 2004 fand sich ein
zweiter, und 2006 sogar ein dritter Eimer. Diesen jüngsten Fund hat
die Archäologische Arbeitsgemeinschaft e.V. Ldkr. Fallingbostel
fachgerecht geborgen. Der Eimer war bei seiner Auffindung stark
beschädigt und in Fragmente zerbrochen. In den Werkstätten des
Landesmuseum wurde er sorgfältig restauriert. Das wertvolle Stück
wird ab April 2007 im Museum der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft
in Bad Fallingbostel ausgestellt. |