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Der besondere Fund im März 2007

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„Hemmoorer Eimer“ mit Reliefverzierung aus Warstade, Ldkr. Cuxhaven.

„Hemmoorer Eimer“ mit Reliefverzierung aus Warstade, Ldkr. Cuxhaven.

 

Eimerweise

Bei Grethem im Landkreis Fallingbostel treten sie „eimerweise“ zu Tage: Überreste von eingeäscherten Toten aus dem 2. und 3. Jahrhundert - sie wurden in Metallgefäßen beigesetzt, sogenannten „Hemmoorer Eimern“.

Gut 150 solcher Metallgefäße sind bis heute bekannt. Es handelt sich um Erzeugnisse provinzialrömischer Handwerker. Sie gelangten als Handelsware oder Beutegut zu den Germanen im norddeutschen Raum. Wo man sie letztendlich als Urnen verwendet hat, überdauerten sie im Boden die Zeiten. Die ersten Exemplare wurden im 19. Jahrhundert bei Hemmoor im Landkreis Cuxhaven gefunden, daher ihr Name.  

Auch einer der „Hemmoorer Eimer“ von Grethem wurde schon 1843 entdeckt. Der Historische Verein für Niedersachsen hat ihn 1835 für unser Haus angekauft. Rund 130 Jahre später wurde man bei Grethem erneut fündig: 2004 fand sich ein zweiter, und 2006 sogar ein dritter Eimer. Diesen jüngsten Fund hat die Archäologische Arbeitsgemeinschaft e.V. Ldkr. Fallingbostel fachgerecht geborgen. Der Eimer war bei seiner Auffindung stark beschädigt und in Fragmente zerbrochen. In den Werkstätten des Landesmuseum wurde er sorgfältig restauriert. Das wertvolle Stück wird ab April 2007 im Museum der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft in Bad Fallingbostel ausgestellt.