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Zeigt her Eure
Schuh!
Pumps, bequeme
Treter, Sandalen für den Sommer, Stiefel für den Winter,
Sportschuhe, Wanderschuhe, schwarze, braune, oder bunte Schuhe – so
sieht es heute in Schuhschränken aus.
Die Menschen im
Mittelalter hätte diese Vielfalt erstaunt. Sie trugen zumeist ein
„Allround“-Modell: weiche und bequeme Schuhe aus braunem oder
schwarzem Leder. Im 12. bis 14. Jahrhundert waren sie nicht aus
einem Stück genäht, wie in den Jahrhunderten zuvor. Jetzt wurden
Sohlen aus festem Leder separat eingesetzt. Die Schuhe werden auf
Links genäht und dann gewendet, die Nähte sind auf der Innenseite
des Fußes. Verschlossen werden die Schuhe mit Bändern oder
Schnallen, bei Kinderschuhen mit kleinen Lederknöpfen. Die hier
gezeigten Stücke wurden bei Grabungen in Hameln gefunden.
Reiche Städter
ließen ihre Schuhe beim Schuhmacher fertigen, Ärmere kauften
reparierte „Second-Hand“-Schuhe vom Flickschuster. Der besserte am
häufigsten die Sohlen aus. Vor dem knöcheltiefem Dreck auf den
Straßen der mittelalterlichen Städte, schütze man sich und seine
feinen Schuhen mit „Trippen“: dicke Plateausohlen aus Holz oder
Kork. |