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Der besondere Fund im August 2007

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Toilettenbesteck

 

Wer schön sein will, muss leiden! 

Schon in der frühen Bronzezeit benutzte man feine Pinzetten und kleine Ohrlöffel aus Metall. Bei den Ägyptern und Römern gehörten solche Instrumente zum ärztlichen Besteck. Sie dienten aber auch der Körperpflege: Ein Mann von Welt, dem Haare aus der Nase wachsen – in Rom undenkbar!

Pinzetten ersetzten auch das Rasiermesser: stumpf oder scharf, zum Zupfen oder zum Abknipsen der Barthaare. Auch das männliche Achselhaar wurden so zurechtgestutzt – eine sicher wenig angenehme Prozedur. Die Sitte der Kelten, auch Männerbeine zu enthaaren, galt in Rom allerdings als weibisch.

Gregor von Tours, ein Bischof und Geschichtsschreiber des 6. Jhs., berichtet, dass sich auch die Sachsen Bart und Haare stutzten.

Hier in Niedersachsen gab man 4. und 5. Jahrhundert den Toten Toilettebestecke mit ins Grab: Pinzetten und Ohrlöffel. Ob es auch im Jenseits auf ein gepflegtes Äußeres ankam?