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Der besondere Fund im November 2007

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„… so ein Zinnober!“

Was ist das eigentlich: Zinnober? Zinnober ist ein Mineral. Scheidet man das darin enthaltene Quecksilber ab, erhält man ein leuchtend rotes Farbpigment. Sein Name stammt aus dem Persischen und bedeutet „Drachenblut“. Der Farbstoff wurde in der Antike und im Mittelalter für Wand- und Buchmalereien verwendet. Im 15. Jh. wurden auch in Mittel- und Nordeuropa Lagestätten entdeckt. Bei Wieda im Harz wurde Zinnober seit dem 16. Jh. bergmännisch abgebaut.

Der Gelehrte Georg Agricola (1494-1555) beschreibt sehr genau, wie man damals das Pigment vom Quecksilber trennte. Kleine Töpfe werden mit Zinnober gefüllt und erhitzt. Dabei verdampft das Quecksilber. Es wird in flaschenartigen Gefäßen aufgefangen, die in die kleinen Töpfe gestülpt werden. Eine sehr gefährliche Arbeit: Quecksilber ist hochgiftig. Die hier gezeigten Gefäße stammen aus Abraumhalden bei Wieda.