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„… so ein Zinnober!“
Was ist das eigentlich: Zinnober? Zinnober ist ein Mineral. Scheidet
man das darin enthaltene Quecksilber ab, erhält man ein leuchtend
rotes Farbpigment. Sein Name stammt aus dem Persischen und bedeutet
„Drachenblut“. Der Farbstoff wurde in der Antike und im Mittelalter
für
Wand- und
Buchmalereien verwendet. Im
15. Jh. wurden auch in Mittel- und Nordeuropa Lagestätten entdeckt.
Bei Wieda im Harz wurde Zinnober seit dem 16. Jh. bergmännisch
abgebaut.
Der Gelehrte Georg Agricola (1494-1555) beschreibt sehr genau, wie
man damals das Pigment vom Quecksilber trennte. Kleine Töpfe werden
mit Zinnober gefüllt und erhitzt. Dabei verdampft das Quecksilber.
Es wird in flaschenartigen Gefäßen aufgefangen, die in die kleinen
Töpfe gestülpt werden. Eine sehr gefährliche Arbeit: Quecksilber ist
hochgiftig. Die hier gezeigten Gefäße stammen aus Abraumhalden bei
Wieda.
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