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Der besondere Fund im Januar 2008

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Aquamanile 

Mahlzeit! 

Die Tischsitten des Mittelalter wären für uns gewöhnungsbedürftig - man durfte schmatzen, laut rülpsen … und mit den Händen in die Schüssel greifen! Ob sich da immer alle vorher die Hände gewaschen haben?

In besseren Kreisen stand bei Tisch hierfür ein spezielles Gefäß bereit, ein sogenanntes Aquamanile. Der lateinische Begriff setzt sich zusammen aus „aqua" = Wasser und "manus" = Hand. Es waren Henkelgefäße mit einer Einfüll- und einer Ausgussöffnung.  Ein Diener konnte damit Wasser über die Hände der Esser gießen. Es wurde in einer Schüssel aufgefangen.

Aquamanile waren zumeist aus Keramik und immer besonders gestaltet. Den Gefäßkörper bilden häufig Menschen- oder Tiergestalten oder Fabelwesen. Auch im kirchlichen Bereich wurden Aquamanile verwendet, dort waren sie aber aus Metall. Die beiden hier gezeigten Stücke aus stammen aus vornehmen niedersächsischen Haushalten des 14. und 15. Jahrhunderts.