Einer für alle
Faustkeile sind vielseitig nutzbare Allround-Werkzeuge der
Steinzeit. Die dreieckig bis mandelförmig gearbeiteten Keile
werden aus Feuerstein gearbeitet. Sie wurden während der älteren
und mittleren Altsteinzeit (etwa 1.000.000 bis 30.000 v. Chr.)
in Afrika und Teilen Europas benutzt. Die als homo erectus
bezeichneten frühen Menschen in Afrika können als ihre Erfinder
gelten.
Unter dem Mikroskop werden Gebrauchsspuren an den Geräten
sichtbar. Sie zeigen, dass man mit Faustkeilen von erlegten
Tieren z. B. Gelenke abtrennte oder Knochen zerschlug.
Experimente beweisen, dass Faustkeile aber auch gut zur
Holzbearbeitung geeignet sind. Mit ihrer Hilfe könnte man dünne
Bäume fällen. Solche Hölzer braucht man für die Herstellung von
Lanzen. Eine Lanze aus der Zeit der Neandertaler wurde bei
Lehringen gefunden. Sie können sie zur Zeit in unserer aktuellen
Ausstellung „Die Schöninger Speere – Mensch und Jagd vor 400.000
Jahren“ sehen!