Oh, Du schöne Winterzeit
Schlittschuhlaufen ist keine Erfindung der Moderne. Schon früher
haben Menschen Möglichkeiten ersonnen, über das Eis zu gleiten.
Besonders geeignete Hilfsmittel dafür sind Langknochen vom Pferd
oder Rind. Eine Fläche eines solchen Knochens wird zum Gleiten
geglättet. Die Knochen werden dann unter den Schuh gebunden. Um
nicht zu stürzen, müssen allerdings die Füße immer parallel
zueinander gleiten und man muss sich mit einem Stock abstoßen.
In Russland waren solche „Schlittknochen“ noch um 1800 in
Gebrauch. Man konnte damit aber nur geradeaus fahren. Für
Schwünge und Pirouetten, wie wir sie vom Eiskunstlaufen kennen,
benötigt man scharfe Kanten zum Abstoßen des Fußes. Möglich
wurde dies durch die Entwicklung von Eisenschienen in
Holzfassung. Sie veränderten die Kunst des Eislaufens
grundlegend. Die Niederlande sind bei der Herstellung von
Stahlschlittschuhen schon seit dem 14. Jahrhundert führend. Die
Begeisterung dafür hat sich dort bis heute erhalten.
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