… Kopf hoch!
Diese prächtigen Schmuckstücke aus Bronze hat man bei Klein
Hesebeck im Landkreis Uelzen entdeckt. Sie sind dort vor rund
3000 Jahren zusammen mit anderen Gegenständen im Boden verborgen
worden. Vielleicht hat man sie einfach versteckt. Sie könnten
aber auch Teil eines Opfers an die Götter gewesen sein. Der
Materialwert der Objekte war erheblich.
Ungewöhnlich ist auch die Größe der Stücke. Kleinere Exemplare
ihrer Art gehörten damals im Norden und Osten Niedersachsens zur
Tracht wohlhabender Frauen. Grabfunde zeigen, dass sie am
Hinterkopf getragen wurden, festgesteckt in einem Haarknoten
oder an einer Haube. Archäologen nennen sie deshalb
„Haarknotenfibeln“.
Die drei Stücke aus Klein Hesebeck wiegen jeweils fast 400
Gramm. Mit diesem enormen Gewicht waren sie sicher nicht Teil
der alltäglichen Kleidung. Sie wurden vermutlich nur zu
besonderen Anlässen getragen. Auffälliger Kopfschmuck gehört
auch heute noch in vielen Kulturen zur Festtagstracht.
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