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Home > Fachbereich Archäologie > Der besondere Fund > April 2009 

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Der besondere Fund im April 2009

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  Schildbuckel

 Im Schild geführt

Vor 2000 Jahren fügten die damaligen Bewohner Nordwestdeutschland der römischen Armee eine vernichtende Niederlage zu: Unter ihrem Anführer Arminius besiegten sie in der berühmten Varus-Schlacht drei römische Legionen. Zur Kampfausrüstung der germanischen Krieger gehörten Angriffswaffen wie Schwerter und Lanzen. Zu ihrem Schutz führten sie große hölzerne Schilde mit sich. Die Schilde waren bunt bemalt. Die Dekore dienten nicht nur der Verzierung, sie verrieten dem kundigen Betrachter wohl auch die Herkunft und Zugehörigkeit der Krieger.

Waffen und Schild waren auch Teil der Ausstattung toter Krieger auf ihrem Weg ins Jenseits: Sie wurden zusammen mit dem Leichnam auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Vom Schild blieb dabei meistens der so genannte Schildbuckel zurück. Schildbuckel bestehen in aller Regel aus Eisen. Sie wurden mit eisernen oder bronzenen Nieten in der Mittel des Schildes befestigt, über dem Schildgriff. Sie schützen die den Schild führende Hand. Die hier gezeigten Schildbuckel stammen aus einem Brandgräberfriedhof bei Nienbüttel (Ldkr. Uelzen). Zu den dort beigesetzten Toten gehören Zeitgenossen und vielleicht auch Veteranen der Varus-Schlacht.

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