Im
Schild geführt
Vor 2000 Jahren fügten die damaligen Bewohner
Nordwestdeutschland der römischen Armee eine vernichtende
Niederlage zu: Unter ihrem Anführer Arminius besiegten sie in
der berühmten Varus-Schlacht drei römische Legionen. Zur
Kampfausrüstung der germanischen Krieger gehörten Angriffswaffen
wie Schwerter und Lanzen. Zu ihrem Schutz führten sie große
hölzerne Schilde mit sich. Die Schilde waren bunt bemalt. Die
Dekore dienten nicht nur der Verzierung, sie verrieten dem
kundigen Betrachter wohl auch die Herkunft und Zugehörigkeit der
Krieger.
Waffen und Schild waren auch Teil der Ausstattung toter Krieger
auf ihrem Weg ins Jenseits: Sie wurden zusammen mit dem Leichnam
auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Vom Schild blieb dabei
meistens der so genannte Schildbuckel zurück. Schildbuckel
bestehen in aller Regel aus Eisen. Sie wurden mit eisernen oder
bronzenen Nieten in der Mittel des Schildes befestigt, über dem
Schildgriff. Sie schützen die den Schild führende Hand. Die hier
gezeigten Schildbuckel stammen aus einem Brandgräberfriedhof bei
Nienbüttel (Ldkr. Uelzen). Zu den dort beigesetzten Toten
gehören Zeitgenossen und vielleicht auch Veteranen der
Varus-Schlacht.
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