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Es ist nicht alles Gold, was glänzt!
Die Römische Armee war ein attraktiver Arbeitgeber. In ihr
dienten auch junge Germanen: Verlockend waren ein guter
Verdienst, aber auch die Aussicht auf eine glänzende Karriere
als Offizier in fernen Ländern. Am Ende ihrer Dienstzeit kehrten
viele Söldner in ihre Heimat zurück. Aus dem Sold an einen
solchen Mann könnte die Goldmünze hier stammen. Sie wurde bei
Jeinsen (Ldkr. Hannover) gefunden, auf einem Friedhof der
Römischen Kaiserzeit (1.-4. Jh.), der beim Ackerbau zerstört
wurde.
Die Münze, ein sogenannter Solidus, wurde unter Kaiser
Valentinian II. (383-392 n. Chr.) geprägt. Ihre Rückseite ist
abgeplatzt. Denn leider bestand sie nicht, wie bei einem
römischen Solidus zu erwarten, aus reinem Gold, sondern aus
einer Silberlegierung mit goldener Ummantelung. Der Betrug war
perfekt getarnt: Die Silberlegierung erreicht fast das
offizielle Gewicht eines Solidus. Die Münze ist also eine
meisterhafte Fälschung, vielleicht durch unehrliche Mitarbeiter
der Prägestätte. Ob der letzte Besitzer den Betrug entdeckt
hatte?
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