Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
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Home > Fachbereich Archäologie > Der besondere Fund > November 2009 

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Der besondere Fund im November 2009

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Buchkinder

Die Bibel ist das am meisten verbreitete Buch der Welt. Sie ist in 438 Sprachen übersetzt. Der Erfinder des Buchdrucks in Europa, Johannes Gutenberg (1400-1468), sorgte dafür, dass sie nicht mehr nur handschriftlich in den Schreibstuben der Klöster vervielfältigt wurde: Sein erstes Werk war der Druck einer Bibel. Diese erste gedruckte Bibel und allen anderen ersten Bücher, die im 15. Jahrhundert gedruckt wurden, nennt man heute Inkunabeln. Das Wort leitet sich vom lateinischen „incunabula“ = „Windel, Wiege“ ab.

Den Buchblock, d.h. die bedruckten und zusammengehefteten Papierbögen, schütze man durch Buchdeckel aus Holz. Sie waren mit verziertem Leder oder Pergament bezogen. Stabilisiert wurden die Deckel mit Besätzen aus Metall. Buchschließen schlossen den Band fest zusammen.

Heute sind nicht mehr viele Inkunabeln erhalten. Von manchen sind nur die Beschläge und Schließen geblieben. Diese drei Exemplare aus dem 15. Jahrhundert wurden bei Ausgrabungen im Wallfahrtsort St. Annen bei Bad Münder entdeckt. Vielleicht gehörten auch sie einst zu einer Bibel.

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