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Buchkinder
Die Bibel ist das am meisten verbreitete Buch der Welt. Sie ist
in 438 Sprachen übersetzt. Der Erfinder des Buchdrucks in
Europa, Johannes Gutenberg (1400-1468), sorgte dafür, dass sie
nicht mehr nur handschriftlich in den Schreibstuben der Klöster
vervielfältigt wurde: Sein erstes Werk war der Druck einer
Bibel. Diese erste gedruckte Bibel und allen anderen ersten
Bücher, die im 15. Jahrhundert gedruckt wurden, nennt man heute
Inkunabeln. Das Wort leitet sich vom lateinischen „incunabula“ =
„Windel, Wiege“ ab.
Den Buchblock, d.h. die bedruckten und zusammengehefteten
Papierbögen, schütze man durch Buchdeckel aus Holz. Sie waren
mit verziertem Leder oder Pergament bezogen. Stabilisiert wurden
die Deckel mit Besätzen aus Metall. Buchschließen schlossen den
Band fest zusammen.
Heute sind nicht mehr viele Inkunabeln erhalten. Von manchen
sind nur die Beschläge und Schließen geblieben. Diese drei
Exemplare aus dem 15. Jahrhundert wurden bei Ausgrabungen im
Wallfahrtsort St. Annen bei Bad Münder entdeckt. Vielleicht
gehörten auch sie einst zu einer Bibel.
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