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Das Gold des Nordens
Bernstein ist ein fossiles Harz, das vor 40-50 Millionen Jahren
entstand. Er wird seit Tausenden von Jahren zu Schmuck
verarbeitet. Die große Bernsteinperle stammt aus dem
jungsteinzeitlichen Großsteingrab von Gretesch (Stadt
Osnabrück), die kleinen Anhänger aus einen Gräberfeld der
Jungstein- und Bronzezeit bei Pevestorf (Ldkr.
Lüchow-Dannenberg). Sie sind rund 5000 Jahre alt.
Bernsteinvorkommen gibt es vor allem an den Küsten der Ostsee.
In ur- und frühgeschichtlicher Zeit war Bernstein eine begehrte
Handelsware.
Aber nicht allein seine Schönheit war attraktiv: Dem „Gold des
Nordens“ wurden auch heilende und schützende Wirkungen zu
geschrieben. Plinius der Ältere, ein römischer Gelehrter (23-79
n. Chr.) berichtet, dass Bernstein am Körper getragen Fieber
senkt. Auch bei Schmerzen, Entzündungen und Infektionen sollte
er helfen – und ebenso gegen Plagen wie Hexen, Geister und
Dämonen. Vielleicht haben auch schon die letzten Besitzer
unserer Stücke hier auf Heil- und Zauberkräfte des Bernsteins
gehofft.
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