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Die eiserne Zeit
Hufeisen, Bügeleisen, Eisenbahn – ohne Eisen gäbe es unsere
heutige Welt nicht. Das Wissen um die Gewinnung und Verwendung
dieses Metalls ist aber überraschend jung: Der moderne Mensch
existierte schon rund 100 000 Jahre lang, bevor er sich Eisen
erstmals zu nutzen machte! Das geschah vor etwa 6000 Jahren in
Mesopotamien und Ägypten. In den Landschaften Niedersachsens
hielt der Werkstoff erst vor ca. 2600 Jahren Einzug. Zunächst
wurde hier auch noch kein Eisen hergestellt, aber man begann das
Material zu importieren.
Neben Waffen und Werkzeugen entstanden damals die ersten
Kleidungsbestandteile aus Eisen. Dazu gehörten Haken wie dieser
hier, der zusammen mit einem Ring den Verschluss eines Gürtels
bildete. Die Gürtelschließe stammt aus einem Friedhof des 6. bis
4. Jhs. vor Chr. Die Gräber wurden 1911 bei Jastorf (Ldkr.
Uelzen) entdeckt. Die Gegenstände, die Archäologen daraus
bargen, sind typisch für die älteste Eisenzeit im nördlichen
Niedersachsen. Man bezeichnet diese Epoche dort als Zeit der „Jastorf-Kultur“.