Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
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Home > Fachbereich Archäologie > Der besondere Fund > Oktober 2010 

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Der besondere Fund im Oktober 2010

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Die eiserne Zeit

Hufeisen, Bügeleisen, Eisenbahn – ohne Eisen gäbe es unsere heutige Welt nicht. Das Wissen um die Gewinnung und Verwendung dieses Metalls ist aber überraschend jung: Der moderne Mensch existierte schon rund 100 000 Jahre lang, bevor er sich Eisen erstmals zu nutzen machte! Das geschah vor etwa 6000 Jahren in Mesopotamien und Ägypten. In den Landschaften Niedersachsens hielt der Werkstoff erst vor ca. 2600 Jahren Einzug. Zunächst wurde hier auch noch kein Eisen hergestellt, aber man begann das Material zu importieren.

Neben Waffen und Werkzeugen entstanden damals die ersten Kleidungsbestandteile aus Eisen. Dazu gehörten Haken wie dieser hier, der zusammen mit einem Ring den Verschluss eines Gürtels bildete. Die Gürtelschließe stammt aus einem Friedhof des 6. bis 4. Jhs. vor Chr. Die Gräber wurden 1911 bei Jastorf (Ldkr. Uelzen) entdeckt. Die Gegenstände, die Archäologen daraus bargen, sind typisch für die älteste Eisenzeit im nördlichen Niedersachsen. Man bezeichnet diese Epoche dort als Zeit der „Jastorf-Kultur“.