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Ein wichtiger Mann - oder?
Auf einem Gräberfeld bei Issendorf (Ldkr. Stade) wurde im 5. Jh.
n. Chr. ein besonderes Grab angelegt: eine riesige aus Holz
gezimmerte Grabkammer – 3,5 m lang, 3 m breit und in einer 2 m
tiefen Grube. Das ist in Nordwestdeutschland einzigartig. Von
der Bekleidung des beigesetzten Leichnams waren eine
Gürtelschnalle und eine Fibel erhalten. Zu seinen Füßen lagen
zwei wertvolle Reitersporen. Gürtel mit solchen Schnallen haben
damals auch römische Militärangehörige getragen. Viele
germanische Veteranen der römischen Armee ließen sich später in
der Heimat damit begraben. Wir wissen allerdings, dass mitunter
auch germanische Frauen Gefallen daran fanden – und sie mit
ihrer Tracht kombinierten. Und zu dieser Tracht gehörte zumeist
eine große Fibel, wie unser Stück hier … Männer trugen so etwas
in aller Regel nicht. Ein außergewöhnliches Grab also, für eine
sicher außergewöhnliche Person. War es ein extravaganter Mann,
ein heimgekehrter berittener Militär von Rang und Namen? Oder
eine Frau – einflussreich, modebewusst und eine erfahrene
Reiterin?
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