|
Unzählige Generationen von Menschen haben in den letzten 500
000 Jahren auf immer neue Art und Weise die Dinge gestaltet
und geschaffen, die wir alle zum Leben brauchen: das Messer
zum Schneiden, den Mantel gegen die Kälte oder das
Instrument zum Musizieren. Manche dieser Gegenstände haben
im Boden verborgen die Zeiten überdauert. Als archäologische
Funde gelangen sie in unsere Hände. Wie alte Schriftstücke
oder Erzählungen sind sie Zeugen vergangener
Lebenswirklichkeiten, in die keine Erinnerung zurückreicht.
Archäologische Funde sind „Zeitreisende“ - und jeder erzählt
seine eigene, ganz besondere Geschichte: die Pfeilspitze,
die vor gut 10000 Jahren auf der Jagd verloren ging, das
wertvolle Schmuckstück, das vor rund 1475 Jahren zerbrach
oder der Leuchterfuß, der im 13. Jh. in den Trümmern einer
ausgebrannten Kirche liegen geblieben ist.
Das Niedersächsische Landesmuseum Hannover beherbergt eine
der größten Sammlungen solcher Funde in Europa. Sie umfasst
derzeit rund zwei Millionen einzelne Objekte aus allen ur-
und frühgeschichtlichen Epochen des Kontinents. Die meisten
stammen aus dem nordwestdeutschen Raum. Aus den Grabungen
der archäologischen Denkmalpflege in Niedersachsen kommen
immer wieder neue Stücke hinzu. Die Regalböden, die wir
momentan für ihre Lagerung benötigen, sind hintereinander
gereiht über fünf Kilometer lang.
In unserer ständigen Ausstellung zur Ur- und Frühgeschichte
in Niedersachsen können wir Ihnen nur einen sehr
kleinen Teil davon präsentieren. Ab Januar 2006 öffnen wir
deshalb im Eingangsbereich des Museums jeden Monat einen anderen
Fundkarton für Sie, den wir im darauffolgenden Monat an
dieser Stelle veröffentlichen.

Blick in das
Magazin des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover

|