|

|
.
|
Stefan
Flindt und
Michael Geschwinde
Taschenbuch
- 64 Seiten (1997)
ISBN 3-89598-398-5, EUR 7,90
Isensee-Verlag, Oldenburg
|
Ein
Haus aus der Steinzeit
Archäologische
Entdeckungen auf den Spuren früher Ackerbauern in Südniedersachsen
|

Druckversion
|
|
Besprechung
von Dr. Beate Siemoneit, veröffentlicht in: Die Kunde N. F. 48,
Jahrgang 1997, S.
171-173
Stefan
Flindt, Michael
Geschwinde mit
einem Beitrag von Betty
Arndt, Ein Haus aus
der Steinzeit. Archäologische Entdeckungen auf den Spuren früher
Ackerbauern in Niedersachsen. Wegweiser zur Vor- und
Frühgeschichte Niedersachsens 19, zugleich Archäologische
Schriften des Landkreises Osterode am Harz 1. Isensee Verlag GmbH,
Oldenburg 1997. 64 Seiten, 21 farbige und 20 schwarz-weiß
Abbildungen, brosch.,
15,00 DM
|
|
. |
| Schon der Einband weckt
die Neugierde auf den neuen Wegweiser zur Vor- und Frühgeschichte
Nr. 19, der gleichzeitig als erster Band der Archäologischen
Schriften des Landkreises Osterode erschienen ist. Nicht nur durch
das hervorragende Titelbild und das neue Format unterscheidet sich
dieser Wegweiser von den vorherigen in dieser Reihe erschienen
Bände. "Verständliche Texte und eine reiche Illustration
sollen vor allem dem Laien neue Einblicke in die
kulturgeschichtliche Entwicklung im Gebiet des Landkreises Osterode
am Harz vermitteln", schreibt der Oberkreisdirektor des
Landkreises zum Geleit. Der interessierte Leser erhält nicht wie
üblich zunächst eine Einführung über "Raum und Zeit"
der frühen Ackerbauern in Südniedersachsen, sondern er geht mit
dem Archäologen zusammen auf Spurensuche. |
| . |
| m
ersten Beitrag von Stefan Flindt kann er von der Entdeckungsgeschichte, über die
Grabung bis zur Rekonstruktion eines bandkeramischen Hauses die
Arbeit eines Archäologen nachvollziehen und erhält anschauliche
Informationen durch Abbildungen, Grabungsdokumentation und
verständliche Rekonstruktionserläuterungen. An dieser Stelle wird
der Archäologe bemängeln, daß bei vielen Abbildungen der
Nordpfeil, die Befundnummer und der Maßstab fehlen, wie z.B. am
Gesamtplan (Abb. 3). Dieses wird den interessierten Laien weniger
stören, denn Größenangaben sind im Text vorhanden und die
Befundnummern sind für das Verständnis entbehrlich. Neben den oben
erwähnten Inhalten werden allgemeine Kenntnisse zum Hausbau
vermittelt und die Besonderheiten einiger bautechnischer Details des
Hauses von Schwiegershausen herausgestellt. Die Erläuterungen zur
Rekonstruktion sind mit Hilfe der Grundrisse, der
Konstruktionszeichnungen und der Modelle meistens gut
nachvollziehbar, wenn auch manchmal nicht auf Anhieb zu verstehen,
wie etwa die gedachte Rekonstruktion des Einganges 2 an der
westlichen Längsseite (S. 29). Dieses und einige andere
Rekonstruktionselemente sind in einer abschließenden Publikation
noch zu diskutieren. Nebenbei erfährt der Leser, wie hoch die
Jahresdurchschnittstemperatur war, wie alt in etwa das Haus ist,
daß es abgebrannt und nur kurzzeitig gestanden hat, daß die
Menschen jener Zeit durchschnittlich 1,65 m groß waren und
vielleicht acht bis zehn Menschen ein Haus bewohnten. Dieses und
ähnliche allgemeine Informationen tragen zum Verständnis bei und
runden das vermittelte "Bild" ab.

|
|
|