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Ralf
Busch, Torsten
Capelle,
Friedrich Laux
u.a.
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Opferplatz
und
Heiligtum
Kult der
Vorzeit in Norddeutschland.
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Druckversion |
Wachholtz
Verlag 2000, 256 Seiten,
zahlr. s/w- und Farbabbildungen
ISBN 3-529-02010-9,
EUR 20,00 |
Besprechung
von Dr. Christian Bergen, veröffentlicht in:
Die Kunde N. F. 51,
Jahrgang 2000, S. 253-254.
Ralf
Busch, Torsten
Capelle, Friedrich
Laux u.a.: Opferplatz
und Heiligtum - Kult der Vorzeit in Norddeutschland. Begleitschrift
zu einer Ausstellung in Hamburg-Harburg, Helms-Museum vom 2.6. bis
8.10.2000 und in Frankfurt am Main, Museum für Vor- und
Frühgeschichte vom 11.11.2000 bis 18.2.2001. Veröffentlichungen
des Helms-Museums, Hamburger Museum für Archäologie und die
Geschichte Harburgs Nr. 86, hg. von Ralf Busch. Neumünster:
Wachholtz Verlag 2000, 256 Seiten, zahlr. s/w- und Farbabbildungen.
39,80 DM. ISBN 3-529-02010-9. |
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Auch beim modernen,
säkularen Menschen stößt die historische Betrachtung von Kult und
Religion auf großes Interesse und ist daher ein Dauerbrenner unter
den Themen archäologischer Ausstellungen und Publikationen. Unter
dem Titel "Opferplatz und Heiligtum - Der vorgeschichtliche
Mensch in seiner Umwelt" hat das Hamburger Helms-Museum eine
Ausstellung konzipiert, die vom 2.6. bis 8.10.2000 in Hamburg zu
sehen war und vom 11.11.2000 bis zum 18.2.2001 im Museum für Vor-
und Frühgeschichte in Frankfurt am Main gezeigt wird. Die
zugehörige Begleitschrift "Opferplatz und Heiligtum - Kult der
Vorzeit in Norddeutschland" variiert diesen Ausstellungstitel. |
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Das Werk gliedert sich
in 14 Kapiteln von 1. Einführung über 7. Moorleichen
bis 14. Der Obodritentempel von Parchim und die Kulthalle von
Groß Raden. Die Unterkapitel bestehen zumeist aus einer
Doppelseite: rechts Abbildung - links handbuchartige Erläuterungen
mit Literaturhinweisen, Datierung, Fundverbleib etc. Für diese
Texte zeichnen Ralf Busch,
Torsten Capelle ,
Klaus Düwel, Stephan
Flindt, Klaus Grote,
Horst Keiling, Rainer
Kossian, Friedrich Laux
und Peter Pieper
verantwortlich. Beim Blick in das Inhaltsverzeichnis fällt der
unterschiedliche Umfang der Kapitel auf. Während Kapitel 6,
Mooropferplätze gar in die Teile 6a. Bronzezeitliche Funde
aus Mooren, fließenden Gewässern und auf festem Boden und
6b. Ringsymbole und Ringopfer zerfällt und insgesamt in 13
Abschnitte gegliedert ist, sind die letzten Kapitel kaum oder gar
nicht differenziert. |
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An den Anfang seiner
Einleitung stellt Ralf Busch das bekannte Tacitus-Zitat zur Religion
der Germanen (Germania Kap.9) und umreißt anschließend den
forschungsgeschichtlichen Rahmen dieses Ausstellungsprojektes. Als
Untersuchungszeitraum betrachten die Ausstellungsmacher "den
norddeutschen Raum bis an den Rand des Mittelgebirges und schließen
den Harz mit ein", bekennen aber gleichzeitig, dass sie
auch dahin "ausgreifen, wo Kult im allgemeinen Verständnis
sich am ehesten erkennen lässt" (S. 11). Dementsprechend werden nun die englischen Megalithanlagen Stonehenge und Avebury
sowie Woodhenge ausführlich dargestellt, um anschließend mit der
Behandlung der neolithischen Kultanlagen auf der
"Schalkenburg" bei Quenstedt und der bronzezeitlichen
Pfostenanlage von Westerholt-Terheide, Ldkr. Wittmund, auf den
Kontinent zurückzukehren. |
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.Die weiteren Kapitel
sind nach verschiedenen Gesichtspunkten gegliedert. Sie behandeln
besondere Fundumstände oder Befunde (2. Fern des Lichts: Höhlen
im südniedersächsischen Bergland, 4. Quell- und Brunnenopfer, 5.
See- und Flussfunde, 6. Mooropferplätze, 9. Bauopfer, 10. Tiergrab
und Pferdeopfer), einzelne Denkmalgruppen (3. Felsbilder und
Schalensteine, 6b, Ringsymbole und Ringopfer, 7. Moorleichen, 8.
Idole, 11. Runen) oder auch chronologische bzw.
kulturgeschichtliche Zusammenhänge (6a. Bronzezeitliche Funde
aus Mooren, fließenden Gewässern und auf festem Boden, 12.
Kultische Handlungen bei den Sachsen der späten Merowinger- und
Karolingerzeit, 13. Magie im Christentum, 14. Der Obodritentempel
von Parchim und die Kulthalle von Groß Raden).

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